Forschung
Unser Hauptinteresse gilt der visuellen Wahrnehmung, speziell dem Versuch, die Mechanismen der cortikalen Analyse einfacher visueller Merkmale und Formen zu verstehen sowie das Zusammenspiel verschiedener cortikaler Areale bei der Figur-Grund-Separation und schließlich der Objekterkennung. Die verwendeten Methoden umfassen insbesondere psychopysikalische Experimente auf dem Gebiet der visuellen Wahrnehmung. Hinzu kommen bildgebende Verfahren, insbesondere funktionelle Kernspintomografie (fMRI, mittels 1,5 und 3,0 tesla Scannern) und Mehrkanal-EEG-Registrierungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung zeitlicher Determinanten visueller Wahrnehmung und auf Veränderungen im Verlaufe der Zeit als Folge von Perzeptuellem Lernen (vgl. Buch "Perceptual Learning") und Alterungsprozessen.
Ein zweiter Schwerpunkt besteht in der Erforschung des Verhältnisses zwischen visuellen Funktionen und den ihnen zugrundeliegenden zentralnervösen Strukturen, beispielsweise durch fMRI und durch Untersuchungen von Patienten mit umschriebenen Hirnläsionen mittels neuropsychologischer Methoden (vgl. Buch "Visual Neuropsychology").
Im Rahmen "Stadt der Wissenschaft 2005" in Bremen und Bremerhaven stellen wir ebenfalls unser Wissen der Öffentlichkeit vor. Wir präsentieren eine Reihe wenig bekannter Wahrnehmungstäuschungen. Sie beruhen überwiegend auf bewegten Reizen, die in Büchern nicht dargestellt werden können. Linktip
